PostgreSQL und MySQL gehören zu den bekanntesten und meist genutzten relationalen Datenbanken, die der Open Source Markt zu bieten hat. Während PostgreSQL von einer weltweit verstreuten Community auf freiwilliger Basis weiterentwickelt und verbessert wird, ist MySQL ein Produkt der Oracle Corporation. Die Entwicklungen von MySQL begannen 1994 mit der Intention, ein möglichst schnelles relationales DBMS zu schaffen. Der Fokus bei PostgreSQL hingegen lag von Beginn an darin, ein vielfältiges DBMS reich an Funktionalitäten und Features zu entwickeln. Gerade bei PostgreSQL wurde von Anfang an auf Performancesteigerung geachtet. Der Major Release von Version 7 auf 8 beispielsweise enthielt alleine 75 neue Performance-Features.

PostgreSQL ist das leistungsstärkere und schnellere DBMS,

das parallele Abfragen sauber und problemlos bearbeiten kann.

Als grafische Benutzeroberfläche nutzt MySQL das Tool MySQL Workbench, PostgreSQL lässt sich in erster Linie über pgAdmin verwalten.

MySQL wird häufig zusammen mit Web-Servern eingesetzt und eignet sich beispielsweise gut für Online-Shops, die oft große Datenmengen beinhalten, bei denen aber gleichzeitig einfach strukturierte Tabellen völlig ausreichend sind. PostgreSQL dagegen eignet sich ideal für komplexere Anwendungsfälle, in denen ANSI-SQL-Konformität (Amercian National Standards Institute), Views, Trigger und Stored Procedures benötigt werden.

Somit lässt sich festhalten, dass MySQL nicht grundlos zu den meist verwendeten Open Source Lösungen zählt. Dennoch steht MySQL im Schatten der kommerziellen Produkte des Oracle-Riesen, während PostgreSQL selbstbewusst und eigenständig agiert. PostgreSQL bietet einen breiten Funktionsumfang und kann wunderbar sowohl große, komplexe Datenbestände, als auch kleinere Anwendungen händeln – ein „Allrounder“ sozusagen.

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