17 Mrz

Kommerzielle Datenbanken vs. Open Source Lösungen

Beim Thema „Kommerzielle Datenbanken vs. Open Source Lösungen“ scheiden sich die Geister. Verfechter von teuren lizenzpflichtigen Datenbankmanagementsystemen, wie Oracle oder MS SQL Server, lassen sich ohnehin nicht zum Umdenken verleiten. Vielleicht macht es ihnen nichts aus, horrende Summen an kommerzielle Datenbank-Hersteller zu bezahlen? Oder aber sie haben es bislang noch nicht gewagt, andere Lösungen, wie Open Source Datenbanken, genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch seien wir mal ehrlich – es hat noch niemandem geschadet, offen gegenüber Dingen, die einem bis dato unbekannt waren, zu sein. Die Devise heißt: Über den Tellerrand blicken und Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten – so, wie wir es im Folgenden machen.

Betreiben Sie ein Unternehmen oder planen, eine Geschäftsidee in die Realität umzusetzen? Fallen dabei große Datenmengen an, die verwaltet werden müssen? Fehlt Ihnen dafür noch eine geeignete Datenbank, die stabil, ausfallsicher und State-of-the-Art ist, im Gegenzug aber verhältnismäßig sehr wenig kostet? Falls Sie alle Fragen bejahen können, heißt die Lösung: Open Source Datenbank. Zu den bekanntesten Open Source Lösungen zählen PostgreSQL, MySQL, MariaDB und Firebird. Gerade PostgreSQL belegt bei einer Unternehmens-Umfrage nach dem beliebtesten relationalen DBMS Platz 1. Im Namen „Open Source“ steckt bereits der größte Vorteil, den die Datenbanken verzeichnen können. Anstatt eines Mega-Konzerns, welches ausschließlich Profit-orientiert ist, verbirgt sich hinter Open Source Datenbanken meist eine weltweite Entwickler-Community, die freiwillig und kontinuierlich an der Verbesserung und Weiterentwicklung der DBMS arbeiten. Im Fokus stehen Aspekte, wie Funktionalität, Performance und gegenseitige Unterstützung innerhalb eines eher familiären Umfelds, anstelle von Geld, Geld und nochmals Geld – wie es bei kommerziellen Herstellern der Fall ist. Der Grund: Bei Open Source Datenbanken entfallen die Lizenzkosten.  Durch die Möglichkeit, den offenen Quellcode jederzeit zu überprüfen, verfügen Open Source Lösungen über ein hohes Sicherheits-Niveau. Fehler lassen sich schnell beheben.

Viele Closed-Source Anwender argumentieren, dass sie die nötige Sicherheit und Stabilität ihrer Daten aufgrund des Supports erhalten, den ihnen die kommerziellen Hersteller versichern. Doch auch hier brauchen sich die Open Source Datenbanken keinesfalls verstecken. PostgreSQL beispielsweise erhält ebenso kommerziellen Support von unzähligen Unternehmen aus aller Welt – von Asien und Afrika über Europa bis hin zu Nord- und Südamerika. Zuständig für einen 24 x 7 Support für PostgreSQL im deutschsprachigen Raum ist die Cybertec Schönig & Schönig GmbH mit Sitz in Österreich. Somit ist die Zuverlässigkeit und Stabilität Ihrer Daten garantiert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vielfalt der Funktionalitäten – verfügen Open Source Datenbanken über das gleiche technische Niveau, wie Closed Source Datenbanken? Die Antwort lautet: ja. Gerade in den letzten zehn Jahren in etwa haben sich die Mitglieder der jeweiligen Communities ein großes Ziel gesetzt: Möglichst viele Features zu integrieren. Das ist ihnen auch gelungen. Berücksichtigt wurden dabei Kriterien, wie ACID-Transaktionen, MVCC (Multiversion Concurreny Control), Views, Schemas, Temporary Tables, fortschrittliche Indexierungs-Strategien, Geschäftslogik durch Trigger, Sequences und Stored Procedures – um nur ein paar zu nennen.

Taucht man tiefer in die Datenbank-Thematik ein, wird schnell klar, dass die nächstbeste, teure Lösung nicht immer auch die beste ist. Open Source Datenbanken haben in den letzten Jahren stark aufgeholt und sind sowohl für einfache, als auch für komplexe, unternehmenskritische Anwendungen einsetzbar. Je nach Anwendungsfall sollte herausgearbeitet werden, welche Datenbank aus dem Open Source Umfeld sich am besten eignet. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Start-up, kleines, mittelständisches oder großes Unternehmen.

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